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"Ein Riesenspektrum an Perspektiven"


STUDIEREN AN DER DUALEN HOCHSCHULE (9):Stefan Häringer studiert in Lörrach Maschinenbau.

LÖRRACH. Dieser Tage gab’s die Abschlusszeugnisse der allgemeinbildenden und der beruflichen Gymnasien. Doch was tun mit dem Abitur? Eine Möglichkeit ist ein Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) und wenn’s in der Region sein soll, an deren Standort Lörrach. Dort bietet die DHBW 15 Bachelor-Studiengänge. Die BZ stellt diese in einer Serie aus der Perspektive Studierender vor – heute Maschinenbau.
"Ein richtiges Glücksgefühl" sei es, wenn eine Maschine, die man am Computer konstruiert hat, am Ende so funktioniert, wie man es sich vorgestellt hat, sagt Stefan Häringer. Der 23-Jährige aus Winden im Elztal ist Maschinenbau-Student aus Faszination für den Beruf und aus Begeisterung für Mathematik, Physik und Logik. Doch war es auch die Diskussion über den einsetzenden Fachkräftemangel bei Maschinenbauingenieuren, die Häringer 2008 nach Abitur und Zivildienst zur Entscheidung für das DHBW-Studium führte. "Mit diesem Abschluss habe ich ein Riesenspektrum an beruflichen Perspektiven", sagt der Student und nennt als Beispiele die Automobilbranche, Turbinen- und Windkrafträderbau.

Der studienbegleitende Ausbilder von Stefan Häringer, die Wiha Werkzeuge GmbH in Schonach, stellt Premium-Werkzeuge her. Hier hat der Student im sechsten Semester schon diverse Abteilungen durchlaufen und unter anderem eine Präzisionskneifzange und ein Spritzgießwerkzeug zur Formung von Kunststoffteilen konstruiert, mit dem beispielsweise Kunststoffgriffe für Schraubenzieher hergestellt werden. "Die Arbeit macht Spaß und ist extrem vielfältig", sagt Häringer und erwähnt stolz seinen Übernahmevertrag, den die Wiha ihm bereits im fünften Semester ausgestellt hat.
Irgendwann werde er vielleicht noch den Master machen. Doch obwohl ihm die schulische Atmosphäre an der Lörracher DHBW und "die extrem gute Betreuung durch die Dozenten" gut gefallen, freut er sich nach dreizehn Jahren Gymnasium und drei Jahren Studium darauf, nach Abgabe seiner Bachelor-Arbeit im August erst einmal "richtig zu arbeiten". Doch bis dahin wird er noch einige Wochen am Schreibtisch sitzen müssen und seine Abschlussarbeit zu Ende bringen. Darin erarbeitet er ein Konzept für eine Spritzgießmaschine, die mit größtmöglicher Wirtschaftlichkeit extrem geringe Stückzahlen produziert. Daran haben sich schon viele probiert, sagt Häringer realistisch und zugleich selbstbewusst.

Stefan Häringer