Häufig gestellte Fragen

Für das Schneiden eines Stahldrahtes ist ein Seitenschneider, beispielsweise der Feinmechaniker-Seitenschneider (Bestellnummer 36189) besser geeignet. Elektronikzangen dagegen sind speziell für das Schneiden weicher bis mittelharter Drähte konstruiert.

Gratfreies Abschneiden ist vor allem deshalb so wichtig, um ein mögliches Verletzungsrisiko zu vermeiden. Ist der Kabelbinderzipfel nicht sauber abgeschnitten kann man sich schnell empfindliche Kratzer oder Schnitte zufügen. Zum sauberen und bündigen Abschneiden des Kabelbinderzipfels eignet sich besonders ein Feinmechaniker-Seitenschneider (Bestellnummer 36189). Durch dessen spezialgefräste Präzisionsschneide können Kabelbinder sowie auch weiche und mittelharte Drähte bündig geschnitten werden.

Eine Wate oder auch äußere Schneidenfase dient der Stabilität der Schneide hinsichtlich Beschädigung durch Vergrößerung des Schneidenwinkels.

Eine Schneide mit Wate hat i.d.R. einen deutlich höheren Schneidenwinkel (bei Wiha etwa 76°). Der Anwender benötigt aber mehr Kraft zum Schneiden, sobald sich der Schneidenwinkel vergrößert. Schneidet man jedoch einen harten Draht mit einer Schneide ohne Wate wird mit großer Wahrscheinlichkeit die Schneide nicht Standhalten und sich deformieren. Daher findet man Schneiden ohne Wate hauptsächlich in der Elektronik (Schneiden von Kupfer-oder Aludrähten) oder bei Plastik-Schneidern.

 

Unter Abmanteln versteht man das Entfernen der äußeren Ummantelung eines Kabels oder einer Installationsleitung. Der Außenmantel wird dazu mit einem Kabelmesser oder einer Abisolierzange entfernt. Danach liegen die einzelnen Drähte frei.

Das Abisolieren ist der Vorgang, bei dem ein Teil der Isolierhülle eines elektrischen Leiters auf einer bestimmten, zum Anschluss erforderlichen Länge entfernt wird.

Laut den Normen DIN und ISO lautet die korrekte Bezeichnung für das Werkzeug Schraubendreher. Dennoch konnte diese Bezeichnung sich im allgemeinen Sprachgebrauch bis heute nicht durchsetzen. Stattdessen wird immer noch der Begriff Schraubenzieher verwendet, der seinen Ursprung durch das Ein-bzw. Festziehen einer Holzschraube im Holz hat.

Im Prinzip gilt: Ein Schraubendreher muss eine Schraube drehen! Folgende Kriterien sollten Sie zur Bewertung überprüfen:

1. Qualität: Rostet die Klinge? Fühlt sich der Griff "gut" an oder schmerzt die Hand bereits nach wenigen Anwendungen?

2. Passform: Passt der Schraubendreher optimal in die Schraube? Passt der Schraubendreher in meine Hand?

3. Lebenszeit: Hält der Schraubendreher auch mal einen Schlag aus? Habe ich nach einigen Monaten immer noch etwas von meinem Schraubendreher oder ist er schon kaputt?

Je nach Einsatzgebiet werden unterschiedliche Anforderungen an den Schraubendreher gestellt. Ein Schraubendreher für den Elektriker-Bereich darf keinen Strom leiten. Für den Einsatz an elektrostatisch gefährdeten Bauteilen ist wird ein spezieller dissipativer Griff benötigt. Arbeitet man viel in öligen oder feuchten Anwendungsgebieten darf der Schraubendreher nicht durch die Hand rutschen.

Gängige Kreuzschlitzschraubendreher sind durch einen Pozidriv- oder Phillipsabtrieb gekennzeichnet, welcher jeweils einem entsprechenden Schraubenprofil zugeordnet werden kann.

Das Profil einer Phillipsschraube setzt sich aus zwei rechtwinklig gekreuzten Schlitzprofilen zusammen. Die Schraubeigenschaften werden im Vergleich zur klassischen Schlitzform deutlich verbessert, da der Kraftangriff an insgesamt vier Kanten stattfindet.

Das Profil der Pozidrivschraube kann als Weiterentwicklung des Profils der Phillipsschraube gesehen werden. Hier profitiert der Anwender von einem zusätzlichen Kreuz, was zum ersten Kreuz um 45° versetzt ist. Das zusätzliche Kreuz ist schmäler gebaut und von geringerer Tiefe, sorgt aber für eine zusätzliche Stabilisierung und für eine weitere Angriffsfläche.

Im Anwendungsfall darf das Pozidriv-Profil nicht mit dem Phillips-Profil verwechselt werden, da sonst ein sehr schneller Verschleiß von Schraubwerkzeug und Schraube die Folge wäre.

Die Wiha slimTECHNOLOGY ermöglicht mit Hilfe einer integrierten Isolation bis zu 33% schlankere Klingen. So können auch im kritischen Arbeitsbereich tiefliegende Schraub- und Federelemente mühelos erreicht werden. Die hochwertige Klingenisolierung garantiert sicheres Arbeiten im Bereich von spannungsführenden Teilen bis 1.000 VAC/ 1.500 VDC. Zusätzliche Sicherheit gibt die Tatsache, dass jede einzelne Schraubendreher im Wasserbad geprüft werden.

Kopfauflage ist die Bezeichnung für den Moment beim Verschrauben, in welchem der Schraubenkopf auf dem Werkstück zum ersten Mal aufliegt, d.h. die Unterseite des Schraubenkopfs in Kontakt zum Werkstück steht.

Die Schlüsselweite definiert den Abstand (mm) zwischen zwei parallelen Flächen und bestimmt somit die Größe des Stiftschlüssels.

Zuerst einmal ist die Auswahl des richtigen Schraubendrehers entscheidend. Für eine Kreuzschlitz-Schraube sollte zwingend ein Kreuzschlitz (Phillips)-Schraubendreher verwendet werden und keinesfalls ein Schlitz-Schraubendreher. So kann die Kraft besser auf die Schraube übertragen werden. Auch die Wahl der richtigen Schraubendrehergröße ist zu beachten: Ist der Schraubendreher zu klein findet er keinen Halt und schlägt den Kreuzschlitz aus; ist der Schraubendreher zu groß kann er im Kreuz nicht richtig greifen. Wenn Sie den passenden Schraubendreher ausgewählt haben ziehen Sie die Schraube mit Gefühl an.

Absolute Sicherheit für den Anwender steht beim Arbeiten im Bereich spannungsführender Teile für Wiha im Mittelpunkt. Daher erfüllt Wiha eine Reihe von Normen und Richtlinien, wie z.B. für isolierte Handwerkzeuge die Norm DIN EN 60900.

In Deutschland und einigen anderen Ländern gibt es strenge Normen und Richtlinien, welche das Arbeiten an spannungsführenden Teilen betreffen. Es darf nur unter besonderen Sicherheitsbedingungen stattfinden. Die DIN EN 60900 ist eine internationale Norm, welche Wiha bei ihren Handwerkzeugen erfüllt. Das Arbeiten unter Spannung sollte grundsätzlich vermieden werden. Dennoch werden bei Wiha alle VDE-Werkzeuge zu 100 % auf dessen Sicherheit stückgeprüft. Nach einer aufwendigen Prüfung werden die Werkzeuge durch unsere Qualitätssicherung freigegeben. Kein Werkzeug verlässt die Firma ohne vorher geprüft worden zu sein.

Wiha prüft alle VDE-Werkzeuge bei 10.000 Volt. Dies garantiert ein sicheres Arbeiten bis zu 1.000 Volt Gleichstrom und 1.500 Volt Wechselstrom. Zusätzlich zu der Stückprüfung findet eine Chargenprüfung im Labor statt. Im Labor wird z.B. die Haltbarkeit der Aufschriften, das Überprüfen des Brennverhaltens oder die Haltekraft der Produkte geprüft und bewertet. Außerdem findet eine erneute Spannungsprüfung statt, bei der die Produkte zuvor im Wasserbad oder der Wärmekammer vorgeschädigt wurden. Nur bei erfolgreicher Prüfung wird die Charge freigegeben.

Die VDE-Stelle vergibt das VDE Zeichen für isolierte Handwerkzeuge (Verband Deutscher Elektroingenieure). Wiha schickt daher regelmäßig Produkte zu der VDE Stelle, welche die Produkte prüft und erteilt diesen eine Freigabe, wenn die Normen und Richtlinien eingehalten werden. Nach der Freigabe ist ein VDE-Zertifikat fünf Jahre gültig. Zusätzlich zu der Prüfung bei der VDE-Stelle gibt es jährlich eine Fertigungsstättenprüfung. Hierbei wird geprüft, ob die Richtlinien der Prüfung in der Fertigung und im Labor eingehalten werden.

 

2016 ist Wiha der Verhaltensrichtlinie "Code of Conduct" des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik beigetreten. Ziel ist dabei die Verankerung ethischer Grundsätze wie Integrität, Fairness und unternehmerische Verantwortung.

Wiha setzt sich dabei zur Einhaltung der folgenden Grundsätze bei seinen Lieferanten ein:

- Korruption verhindern

- Fairen Wettbewerb fördern

- Umweltschutz stärken

- Gesundheitsschutz und Sicherheit gewährleisten

- Menschenrechte schützen

- Diskriminierung unterbinden

Alle Informationen dazu auch hier: www.wiha.com/de/werte-leitbild/compliance

Bei den Sechskant-Stiftschlüsseln unterscheiden wir zwischen den Oberflächenbeschichtungen Glanzchrom und Mattchrom. Bei den TORX® Profilen haben wir Stiftschlüssel mit einer manganphosphatierten und einer Titansilberoberfläche im Programm.

Die mattverchromte Oberfläche bietet einen idealen Korrosionsschutz. Die glanzverchromten Sechskant-Stiftschlüssel überzeugen hingegen durch ihre glatte Oberfläche, welche weniger Angriffsfläche für Rost bietet und somit noch beständiger gegen Korrosion ist.

Weiterhin gibt es eine farbige Variante. Die auffällige Farbe dient der schnellen Identifikation der Schlüsselweiten und hilft beim Wiederfinden der Stiftschlüssel, wenn diese beispielsweise in der Maschine verloren gehen.

Für einen idealen Korrosionsschutz werden manganphosphatierte Stiftschlüssel nach dem Härten geölt. Stiftschlüssel mit einer Titansilberbeschichtung hingegen nicht. Somit gehören ölige Finger und ein Nachölen der Stiftschlüssel zur Erhaltung des Korrosionsschutzes der Vergangenheit an.

 

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