Die Welt der Technik und des Handwerks steht Mädchen offen

Schonach, Mai 2017 – Sechs Mädchen schnupperten am 27.04.2017 im Rahmen des bundesweiten Aktionstags „Girls‘ Day“ in die Welt der technischen  Berufe bei Wiha am Standort Mönchweiler. Interesse an Technik und Handwerk wecken, schlummernde Talente erkennen, vielseitige Chancen aufzeigen – dies und mehr steckt hinter der Zielsetzung der seit 2001 ins Leben gerufenen Aktion. Beim Handwerkzeughersteller Wiha  blickten die Mädchen nicht nur hinter die Kulissen der unterschiedlichen Produktionsbereiche, sondern durften am Ende auch „selbst Hand anlegen“.

Die „Frauen“- bzw. „Mädchen“-Quote von Wiha am Produktionsstandort Mönchweiler stieg am vergangenen Donnerstag kurzfristig rapide an. Denn sechs Girls zwischen 12 und 16 Jahren aus verschiedenen Real-, Gemeinschaftsschulen und Gymnasien aus Villingen, St. Georgen und Hausach besuchten Wiha im Rahmen des Girls´ Day. An diesem „Zukunftstag für Mädchen“ öffnen Unternehmen, Betriebe und Hochschulen in ganz Deutschland ihre Türen für Schülerinnen ab der 5. Klasse. Informationen, Einblicke und erste Vorstellungen über Ausbildungsberufe und Studiengänge in IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik können dabei gewonnen werden. Gerade in diesen Bereichen sind Frauen bisher eher selten vertreten. Es ist das größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen weltweit.

Die Berufsfelder Zerspanungsmechaniker(in) und Werkstoffprüfer(in) wurden bei Wiha näher vorgestellt. Fragestellungen wie „Was steckt genau dahinter?“, „Wie kann man sich einen typischen Tag in diesem Beruf vorstellen?“, „Was sind meine Einsatzbereiche und welche Interessen, vielleicht Talente müsste ich dazu haben?“ konnten sich die Mädchen aus erster Hand in Mönchweiler beantworten lassen. Yannick Erath, selbst Auszubildender zum Zerspanungsmechaniker im 2. Lehrjahr führte die Besucherinnen für ein erstes Kennenlernen durch die unterschiedlichen Produktionsbereiche, wie z.B. die Härterei, die einzelnen Produktionsinseln, das Labors oder den Versand. Dann wurde unter Anleitung von Herrn Erath selbst angepackt. Bits wurden „eingebettet“ und für eine „Metallographische Untersuchung“ vorbereitet. Wie geschickt die Girls im Umgang mit unterschiedlichen Werkzeugen sind, wurde gegen Ende des Tages eher spielerisch auf die Probe gestellt. Die Trophäe selbst am Ende des kleinen Wettbewerbs: natürlich ein Werkzeug. Ein Schraubendreher – und wer weiß, vielleicht können die Mädchen diesen bei ihrer späteren Ausbildung einmal auch ganz gut gebrauchen… Wohin der berufliche Weg allerdings führen soll steht noch nicht fest. Ob es in die technische Richtung gehen soll – „wahrscheinlich eher nicht“ – war die ehrliche Antwort der Mädchen im Gespräch. „Aber interessant war es trotzdem, und es hat großen Spaß gemacht“ war das abschließende Fazit der Schülerinnen am Ende des Projekttages.

Marko Steblaj, Ausbildungsverantwortlicher in Mönchweiler zeigt sich ebenso zufrieden. „Wir freuen uns immer  sehr, wenn wir interessierte Schüler und Schülerinnen bei uns begrüßen dürfen, die sich mit ihrer Berufswahl auseinander setzen und sich für eine Ausbildung im technischen Bereich interessieren. Es ist heutzutage immer schwieriger Auszubildende bzw. später Fachkräfte aus den eigenen Reihen zu gewinnen.“ Einer der besten Ausbildungs-Ausbildungsabschlüsse zur Zerspanungsmechanikerin bei Wiha überhaupt hat eine junge Frau geschafft. „Das liegt noch gar nicht so lange zurück und zeigt deutlich, dass auch in einer eher Männer-geprägten Umgebung Mädchen und Frauen alle Möglichkeiten offen stehen.“ schließt Herr Steblaj ab – ganz im Sinne des Girls‘ Day.

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